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Etwa 95% aller „Brandtoten“ gelten in Fachkreisen als Rauchtote; die Todesursache ist eine Rauchvergiftung.

Jeder Brand ermöglicht es Lehren und Erkenntnisse aus den Katastrophen zu ziehen. Rauch ist die Hauptgefahrenquelle, weshalb einer „Entrauchung“ besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Beim „neuen“ Düsseldorfer Flughafen wurde die Entrauchung an die erste Stelle aller wichtigen Rettungsmaßnahmen gestellt, denn nur wer Luft zum Atmen hat und sich bei einem Brand orientieren kann, hat eine Überlebenschance. Bei jeder Person, die sich ohne ausreichende Atemschutzausrüstung in Räumen mit Brandrauch aufhält, ist mit einer Rauchvergiftung zu rechnenRauchentwicklung aus VdS-Publikation

Hinweise für eine Rauchgasintoxination (Vergiftung) sind: Halskratzen – Reizung der Schleimhäute – Hustenreiz – Kopfschmerzen – Übelkeit mit Brechanfällen – Schwindel – Atmungsbeschleunigung – Pulsbeschleunigung – Herzbeschwerden – Krämpfe – usw.

Sind die Vergiftungen auf nitrose Gase (Stickstoffoxide) zurückzuführen, können sich diese mitunter erst nach 24 Stunden bemerkbar machen.

Rauch ist in Verbindung mit toxischen Luftanteilen (z.B. beim Verbrennen von Kunststoffen, Lacken oder in der chemischen Produktion) die größte Gefahr bei allen Bränden.

 

Kohlenmonoxid (CO):
Das geruch-, farb- und geschmacklose Gas Kohlenmonoxid tritt vorwiegend bei Schwelbränden und der unvollständigen Verbrennung von Feuerungsanlagen auf. Eingeatmetes CO blockiert die Sauerstoffaufnahme im Blut und führt - je nach aufgenommener Menge - zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen und Übelkeit. Größere Mengen führen zum Tod.

 

Kohlendioxid (CO2):
Das auch als Kohlensäure bekannte Gas ist ebenfalls farb- und geruchlos. Es wirkt unmittelbar auf das Atemzentrum im Gehirn. CO2 entsteht beim Verbrennen fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) und natürlich durch Produkte daraus (z.B. Kunststoff). Eine CO2 –Konzentration von 12% Vol/Luft führt nach 2-3 Minuten zur Bewusstlosigkeit. Eine CO2 –Konzentration von 15% Vol/Luft führt zum sofortigen Tod.

 

Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Auf die vorab dargestellten gesundheitsgefährdenden Eigenschaften des Rauchs basiert die Forderung:

  • Rettungswege müssen rauchfrei gehalten werden, um Menschenleben - vor Rauchvergiftungen - zu retten.

Durch Thermik (ein Kamineffekt, der durch die Temperatur- und Höhendifferenz zwischen Zu- und Abluft infolge der Dichte der Luft entsteht) würde Rauch nach oben oder außen entweichen, sofern er eine Möglichkeit hätte.

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen stellen automatisch diese Öffnungen her, sorgen für eine Entlüftung und führen im Brandfall Rauch und Wärme aus dem Gebäude ab. Ohne Rauchabzug würde sich der gesamte Raum mit Rauch und heißen Brandgasen füllen.

 

Anforderungen an RWA:
Die Ab- und Zuluftöffnungen müssen sich frühzeitig öffnen.

Die Öffnungen müssen ausreichend dimensioniert und an der richtigen Stelle angeordnet sein.

Durch eine Unterteilung eines größeren Dachraumes, mittels Rauchschürzen, in Dachabschnitte wird erreicht, dass die Schicht von Rauch und heißen Brandgasen ein bestimmtes Maß nicht überschreitet. Der Rauch wird in einem Abschnitt begrenzt und ein Abkühlen, was zu einem Absinken führen würde, wird dadurch verhindert.

 

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